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Es werden Posts vom Juni, 2021 angezeigt.

Wie ich Feminismus verstehe (9) Feministinnen sind Keine Männerhasser

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  Warum ist Feminismus so ein unbeliebtes Wort? Die nigerianische Autorin Chimamanda Ngozi Adichie wurde davor gewarnt, sich Feministin zu bezeichnen, weil, so hieß es, Feministinnen unglückliche Frauen seien, die keinen Mann finden. Also nannte sich Chimamanda eine "Glückliche Feministin". Dann wurde ihr gesagt, dass der Feminismus nicht in die afrikanische Kultur passe, also nannte sie sich eine Glückliche Afrikanische Feministin. Dann sagte eine gute Freundin, sich Feministin zu nennen, bedeute, dass sie Männer hasse. Also beschloss Chimamanda, sich eine Glückliche Afrikanische Feministin die keine Männer hasst zu nennen. Sie fuhr fort, auf solche Einwände zu antworten, bis sie sich selbst zu einer Glücklichen Afrikanischen Feministin erklärte, die Männer Nicht Hasst und die gerne Lipgloss und High Heels für sich selbst und nicht für Männer trägt. Feministinnen hassen Männer nicht, obwohl sie nicht glücklich über deren Behandlung von Frauen sind. Feministinnen wollen gle

Wie ich Feminismus verstehe (8) Wie Männer sich für Frauen einbringen können

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Vor einiger Zeit schickte mir eine Freundin die DVD des Schweizer Films: "Die göttliche Ordnung". Auf der Begleitkarte schrieb sie: "An Hannele, die engagierte Frauenrechtlerin, die mir immer wieder Inputs zum Nachdenken gibt." Der Film handelt davon, wie sich die Frauen in der Schweiz endlich von der Vorstellung lösen konnten, dass die Unterordnung der Frau unter den Mann die göttliche Ordnung sei. Das Frauenstimmrecht Die Gesetze wurden allgemein von Männern verabschiedet, die die politische Macht hatten und den Frauen das Recht auf politische Mitwirkung verwehrten. Da sie den Frauen das Wahlrecht nicht freiwillig geben wollten, mussten Frauen ihre Rechte einfordern und dafür kämpfen. Gleiche politische Macht bedeutete, dass die Männer den Frauen ein Mitspracherecht einräumen mussten und nicht mehr alleine herrschen konnten. Das Abgeben von Macht war sicherlich schmerzhaft. In der Schweiz, einem der letzten europäischen Länder, das 1971 den Frauen das Wahlre

Wie ich Feminismus verstehe (7) Was ist mit dem Apostel Paulus?

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  Und was ist mit Paulus? Warum halten so viele Menschen Paulus für einen Frauenfeind? Als Frauen neigen wir dazu, zusammenzuzucken, wenn wir seinen Namen hören, aber sollten wir das wirklich? Vielleicht sollten wir die ganzen Schriften des Paulus studieren und nicht nur die wenigen Verse, die für die Unterordnung von Frauen verwendet wurden. Könnte es sein, dass diese Verse auf eine Weise interpretiert wurden, die Paulus nie beabsichtigt hat? Das Leben des Paulus ist im Neuen Testament aufgezeichnet und wir können sehen, wie seine Begegnung mit Jesus auf dem Weg nach Damaskus ihn völlig veränderte. Er erlebte einen völligen Perspektivwechsel, den er für den Rest seines Lebens in sein Zeugnis aufnehmen sollte. Der strenge Anhänger der jüdischen Gesetze wurde zu einem Nachfolger Jesu. Wir sehen ihn eng mit Priska und Aquila zusammenarbeiten, nicht nur in ihrem Zeltmachergeschäft, sondern auch in der Verkündigung und Lehre des Evangeliums. In Philippi waren die ersten die zum Chris

Wie ich Feminismus verstehe (6) Frauen in der frühen Kirche

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  Die ersten Nachfolger Jesu folgten seinem Vorbild und Frauen waren wie selbstverständlich an ihren Versammlungen beteiligt. Die Bibel erwähnt mehrere Frauen, die zu seinen Lebzeiten und in der frühen Kirche zu seinen Nachfolgern gehörten. Die zwölf Jünger waren zwar alle Männer, aber es gab einen weiteren Kreis von Anhängern, die ihn von Anfang an bis zum Ende begleiteten. Die in Lukas 8,1-3 erwähnten Frauen gehörten wahrscheinlich zu diesen 70 Anhängern, dem größeren Jüngerkreis. Nach Jesu Auferstehung und Himmelfahrt pflegten die Jünger Gemeinschaft mit diesen Frauen: "Sie alle kamen regelmäßig zum Gebet zusammen, gemeinsam mit Maria, der Mutter von Jesus, einigen anderen Frauen und den Brüdern von Jesus." (Apostelgeschichte 1,14 NLB) In seiner Pfingstpredigt zitierte Petrus den Propheten Joel: "»In den letzten Tagen«, spricht Gott, »werde ich meinen Geist über alle Menschen ausgießen. Eure Söhne und Töchter werden weissagen, eure alten Männer werden prophetische